Pizzateig – Das klassisch italienische Original

Bereits in der Antike kannte man Pizzateig. Die Völker im Mittelmeerraum belegten flache Fladenbrote, die auch als Focaccia oder Flammkuchen bekannt sind, um die starke direkte Hitze im Ofen während des Anheizens für das eigentliche Backen von Brotlaiben nutzen zu können. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich aus dem ursprünglichen Pizzateig Rezept etliche, regional verschiedene Arten von Pizzateig. Die Pizza, bestrichen mit Tomatensoße und belegt mit klassischen Zutaten wie Mozzarella, Tomaten & Basilikum, stammt aus Neapel und wird dort seit ca. 1890 gebacken.

Schwierigkeitsgrad: Leicht
Zutaten für 2 runde 30cm Pizzen:
500g Mehl, feingemahlenes Weizenmehl, entspricht Type 405
250ml Wasser
10g frische Hefe, alternativ entsprechende Menge Trockenhefe
1 Prise Salz
3 Esslöffel Olivenöl
Zubereitungszeit: 20 Minuten
Wartezeit: mind. 90 Minuten
Backzeit: ca. 12 Minuten, 250°C Ober-/Unterhitze

Pizzateig – Unglaublich vielfältig und wandlungsfähig

Das klassische Pizzateig Rezept aus Neapel enthält nur die fünf klassischen Zutaten Mehl, Wasser, Hefe, Salz und Olivenöl. Davon ausgehend gibt es etliche sehr schmackhafte und sehr unterschiedliche Abwandlungen, die im Wesentlichen aus den anteiligen Mengen der Grundzutaten oder durch den Austausch einer Zutat durch eine Andere resultiert. Beispielsweise unterscheidet sich der Pizzateig einer italienischen und einer amerikanischen Pizza im Grunde nur durch die Menge der verwendeten Hefe. Wohingegen sich eine norditalienische Schweineschmal anstelle von Olivenöl enthält. Das eine Pizzateig Rezept gibt es also nicht. Ein klassisches, neapolitanisches Rezept für einen Pizzateig, der kross und zugleich luftig, aber nicht “keksig“ wird, der nicht durchweicht und einen schönen, knusprigen Rand bildet, ist unser liebstes Pizzateig Rezept.

Pizzateig – So gelingt der italienische Klassiker

  • Hefe in 250ml lauwarmen Wasser auflösen, an einem warmen Ort ca. 10 Minuten ruhen lassen bis sich Schaum auf der Oberfläche bildet.
  • Mehl durch ein feines Sieb in die Schüssel der Küchenmaschine sieben, so dass es sehr locker wird.
  • Salz unter das lockere Mehl heben.
  • Olivenöl zum Hefeansatz geben.
  • Hefeansatz zum Mehl in die Schlüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Knethaken auf mittlerer Stufe 10 Minuten lang zu einem geschmeidigen, glatten Teig kneten, der nicht am Schlüsselrand klebt.
  • Sollte der Teig zu feucht und klebrig sein, löffelweise Mehl zugeben

  • Die Pizzateigkugel von allen Seiten leicht mehlen und in der abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort für mindestens 90 Minuten ruhen lassen.
  • Der Teig kann zum Pizza backen verwendet werden, wenn er sein Volumen ungefähr verdoppelt hat.
  • Idealerweise knetet man den Pizzateig nun kräftig mit der Hand durch, bemehlt ihn allseitig und gibt ihn über Nacht in einer geschlossenen Kunststoffdose in den Kühlschrank. Aber man kann den Teig auch ohne diese lange Ruhephase verwenden.

Italienischer Pizzateig – So wird eine herrlich knusprige & zugleich luftige Pizza daraus

  • Teig in ca. 220g bis 260g schwere Teile – je nach gewünschter Dicke und Durchmesser – portionieren (für eine runde 30cm Pizza mit sehr dünnem Boden sind 220g ideal)
  • Dann den portionierten Teig mit der Hand zu einer glatten Teigkugel kneten
  • Teigkugel auf einer leicht bemehlten Fläche mit der Hand platt drücken und wenden
  • Teigplatte mit dem Handballen weiter in die gewünschte Form und Größe drücken
  • Zwischendurch immer wieder auf der bemehlten Fläche wenden
  • Nudelholz oder Teigrolle bemehlen und den Pizzateig in die gewünschte Form, Dicke und Größe ausrollen.
  • Für sehr dünne Pizzaböden den bereits ausgerollten Teigfladen mittig auf die Flache Hand legen und sorgsam von Hand zu Hand „werfen“. So zieht sich der Pizzateig durch sein Eigengewicht in die Länge und wird sehr dünn. Idealerweise macht man dass jedoch nur mit Teig der über Nacht gelagert wurde. Nur so kann der Weizenkleber seine volle Kraft entwickeln und der Teig reißt nicht.
  • Den fertigen Pizzateigfladen auf ein mit einem leicht geölten Tuch abgeriebenes Pizzablech geben und nach Belieben bestreichen und belegen Pizza im auf 250g Ober- / Unterhitze vorgeheizten Backofen je nach Pizzabodendicke und Belag 9 – 15 Minuten backen
  • Fertig ist die selbstgemachte Pizza

Tipp 1: Perfekter dünner Pizzaboden – Ruhezeit und Temperatur sind entscheidend

Für den perfekten dünnen Pizzaboden braucht der Neapolitaner vor allem eines – Geduld. Mut zum Nichtstun ist angesagt. Denn das Klebereiweiß im Weizenmehl benötigt Zeit um das im Teig enthaltene Wasser aufzunehmen und seine volle Kraft zu entfalten. Denn, nur durch eine ausreichend lange Teigruhe entsteht ein hoch elastischer Pizzateig, der auch dann nicht reißt wenn er hauchdünn ausgerollt wird. Aber am besten bereitet man den Pizzateig 24 Stunden vor dem Pizza backen zu und lagert ihn im Kühlschrank. Durch die Kälte wird die Gärung der enthaltenen Hefe verlangsamt, aber nicht gestoppt. Der Teig bekommt so keine übermäßig großen Luftblasen, die sich auch im Pizzaboden wiederfinden würden. Eine Stunde vor dem Ausrollen nimmt man den Teig aus dem Kühlschrank und lässt ihn bei Zimmertemperatur warm werden. So ist der Pizzateig perfekt elastisch und lässt sich zu hauchdünnen Pizzaböden verarbeiten.

Tipp 2: Pizzateig selber machen – So geht’s wenn es schnell gehen muss

Bleibt  keine Zeit für eine lange Teigruhe gibt es zwei Tricks wie man trotzdem eine leckere Pizza selber machen kann. Ein schneller Pizzateig braucht mehr Hefe, die schneller arbeitet. Verdoppele also einfach die Hefemenge und gebe einen Esslöffel Zucker in den Hefeansatz. Denn so arbeitet die Hefe im Teig viel schneller und 30 Minuten Teigruhe reichen aus. Da ein schneller Pizzateig aber weit weniger elastisch ist als ein original italienischer, solltest du den Teig nicht dünner als dein kleiner Finger dick ist ausrollen. Sonst besteht die Gefahr das der schnelle Pizzaboden reißt oder durchweicht.

Tipp 3: Pizzateig – Lässt sich super einfrieren

Fertiger Pizzateig lässt sich auch sehr gut einfrieren. Man kann ihn als portionierte Teigkugeln ebenso gut frosten wie ausgerollt als vorgefertigter Pizzaboden. Das erleichtert das Pizzabacken enorm. Die fertigen Pizzaböden einfach eine Stunde bei Zimmertemperatur auftauen lassen, dann mit Tomatensoße bestreichen und nach Belieben belegen, bevor es in den Ofen geht. Fertig ist die selbstgemachte Pizza.

Das Beste zum Schluss: Essen

Selbstgemachte Pizza ist nicht nur viel leckerer, sondern auch viel gesünder als Tiefkühlpizza. Gewusst wie und entsprechend vorbereitet, dauert ihre Zubereitung kaum länger, bietet aber ein vielfältiges Geschmackserlebnis. Zudem lädt das Pizzabacken zum Experimentieren ein und bietet die Möglichkeit das eigene saisonale Gemüse und die Früchte des Selbstversorgergartens auf ganz neue Weise zu schmecken. Dabei ist die Pizza ein klassisch, schlichtes Gericht, welches sich als einfaches Mittagessen ebenso eignet, wie der Familie, Freunden und Bekannten ein unvergessliches Geschmackserlebnis zu bereiten.

Herrlich duftend warme Pizzen wünscht Euch das Selbstversorgerland!
Produkt-Tipps: Suppen

Hinterlasse einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.