Honigkuchen – Herrlich duftendes Weihnachtsgepäck

Honigkuchen sind eine Lebkuchenart, die wie der Name schon sagt, ganz oder überwiegend mit Honig gesüßt wird. Ähnlich wie bei anderem Adventsgebäck und Weihnachtsgebäck findet sich auch hier die wichtigste und wertvollste Zutat im Namen. Das ist bei Zimtsternen und Anisplätzchen so, aber auch beim Vanillekipferl und beim Honigkuchen. Alle diese und noch viele weitere Zutaten waren früher so rar und so teuer das man direkt in der Bezeichnung der Weihnachtsleckerei darauf hingewiesen hat, welch begehrenswerte Kostbarkeiten man zum höchstem Fest des Jahre aufbietet. Honiglebkuchen ist eine der ehemals verbreitetsten Formen des Lebkuchens und sein herrlich aromatisch süßer Duft leitet auch heute noch die Adventszeit ein.
Honigkuchen - Die Zutaten

Schwierigkeitsgrad: Leicht
Zutaten für den Teig:
750g Weizenmehl gesiebt
500g Honig
200g Butter
250g Brauner Rohrzucker
100g Korinthen
100g Zitronat
100g Orangeat
100g gemahlene Haselnüsse
100g gehakte Mandeln
50g ganze geschälte Mandeln
4 Eier
15 EL Rum
2 EL Kakao
2 TL Backpulver
3 TL Lebkuchengewürz
1 TL Ingwerpulver
Saft und geriebene Schale einer Zitrone
Zubereitungszeit: 90 Minuten
Backzeit: ca. 35 Minuten (+/-5 Minuten, je nach Ofen)
Backtemperatur: 160°C Ober-Unterhitze (oder 150°C Umluft)

Honiglebkuchen selber machen – Nach Uromas Rezept

Elisenlebkuchen sind „die Krone des Pfefferküchlers“ und Honigkuchen sind sein „täglich Brot“. Und das auch im wahrsten Sinne des Wortes, denn Honigkuchen wird nicht nur in der Weihnachtszeit auch gern zum Frühstück gegessen. So ist das holländische Honigkuchenbrot ebenso verbreitet wie die „Lebkuchen Braunschweiger Art“ die ebenfalls als Frühstücksbrot gegessen werden.

Die Honigkuchen nach Uromas Rezept schmecken immer saftig süß, aromatisch und lecker. Ganz egal ob in der Weihnachtszeit, zum Adventskaffee, als süße Frühstücksleckerei oder auf dem „bunten Teller“. Dabei kann man Uromas Honigkuchen ganz leicht selber backen und das nicht nur zur Freude der Kleinen.

Honigkuchen vom Blech – So gelingt der Honigkuchenteig

Für den perfekten Honigkuchenteig wird der Honig mit der Butter bei schwacher Hitze im Topf erhitzt und gelegentlich umgerührt. Anschließend lässt man die Mischung bis auf Raumtemperatur abkühlen und rührt auch hierbei gelegentlich gut um.
Honigkuchen - Butter mit Honig
Während die Honigmischung abkühlt, gibt man die Eier mit dem braunen Rohrzucker in die Küchenmaschine und schlägt daraus auf hoher Stufe ca. 10 Minuten lang eine sehr homogene schaumige Masse.
Honigkuchen
Inzwischen gibt man die Korinthen, das Orangeat, das Zitronat, den Rum sowie die feingeriebene Schale und den Saft einer ganzen Zitrone in den Foodgrinder/Zerkleinerer der Küchenmaschine und zerkleinert die Zutaten zu einer feinkörnigen Fruchtmasse, die man erstmal bei Seite stellt.
Honigkuchen
Die jetzt abgekühlte Honigmischung gibt man zum Ei-Zuckerschaum und schlägt die Honigbutter-Eizuckerschaum-Masse mit dem Schneebesen der Küchenmaschine für einige Minuten durch.
Honigkuchen
Derweil vermengt man das Mehl mit dem Backpulver, dem Kakao, dem Ingwerpulver und dem Lebkuchengewürzt und siebt die Mehlmischung anschließend gut durch. Die gemahlenen Haselnüsse werden jetzt mit den gehackten Mandeln zu einer Nussmischung vermengt.
Honigkuchen
Nun wechselt man den Schneebesen der Küchenmaschine gegen den Knethaken aus und lässt die Maschine auf mittlerer Geschwindigkeit laufen, während man nach und nach löffelweise die Mehlmischung, die Nussmischung und die Früchtemischung dazu gibt. Sobald alle Zutaten in der Teigmischung enthalten sind, lässt man diese für gute 10 Minuten in der Maschine durcharbeiten. Diese Zeit ist unbedingt nötig damit das Mehl aufquellen kann. Lässt man dem Teig diese Zeit nicht, wird er zu dünn und der Honigkuchen zu flach.
Honigkuchen
Inzwischen buttert man ein tiefes Backblech/Fettpfanne gründlich ein und heizt den Ofen auf 170°C Oder-Unterhitze vor. Der Honigkuchenteig wird nun auf das gebutterte Blech gegeben und durch mehrmaliges schnelles Schwenken bis in die Ecken gleichmäßig verteilt, bevor man den Honigkuchen mit Mandeln und wenn man mag auch mit Belegkirschen, Haselnüssen, Walnüssen und Pistazien garniert.
Honigkuchen

Honigkuchen selber backen – So werden süße, saftige Honigkuchen daraus

Das Blech mit dem verzierten Honigkuchenteig wird für ca. 35 Minuten in den vorgeheizten (170°C Ober-Unterhitze oder 160°C Umluft) Backofen geschoben, bis der Honigkuchen am Rand des Blechs beginnt „zu dunkel“ zu werden. Die genaue Backzeit hängt sehr vom Backofen ab, daher sollte man seinem Auge vertrauen. Den Honigkuchen im Zweifel zu früh aus dem Backofen nehmen, denn er soll schön saftig bleiben.

Das Blech wird nun aus dem Ofen genommen und der noch heiße Honigkuchen wird sofort mit Pfannenwendern oder Tortenhebern vom Blech gelöst und auf ein Gitter gezogen. Dort kühlt der Honigkuchen für mindestens zwei Stunden aus, bevor der Rand abgeschnitten und der restliche Honigkuchen in portionsgerechte Stücke geschnitten wird.

Fertig sind sie, die lecker saftig süßen und unvorstellbar aromatisch duftenden Honigkuchen nach Uromas Rezept.

Uromas Honigkuchen Rezept – Schritt für Schritt

  • Honig und Butter in einem Topf bei niedriger Hitze schmelzen und unter gelegentlichem Rühren auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Honigkuchen

  • Die Eier mit braunem Rohrzucker mit dem Schneebesen der Küchenmaschine (oder dem Handmixer) auf hoher Stufe 8 bis 10 Minuten auf hoher Stufe zu einer schaumigen Masse aufschlagen.

Honigkuchen

  • Korinthen, Orangeat, Zitronat, geriebene Schale und Saft einer Zitrone mit dem Rum im Foodgrinder/Zerkleinerer der Küchenmaschine zu einer feinkörnigen Früchtemischung zerkleinern.
  • Abgekühlte Honigmasse unter den Ei-Zuckerschaum rühren.
  • Auf den Rührhaken der Küchenmaschine wechseln.
  • Mehl, Backpulver, Kakao, Ingwerpulver und Lebkuchengewürz vermengen und durch ein Sieb streichen.
  • Gemahlene Haselnüsse und gehackte Mandeln vermengen.
  • Löffelweise die Mehlmischung, die Nussmischung und die Fruchtmischung in die Honigbutter-Eischaummasse geben und 10 Minuten zu einem gleichmäßigen Honigkuchenteig verrühren (die lange Rührzeit ist nötig, damit das Mehl aufquellen kann).
  • Inzwischen ein tiefes Backblech/ Fettpfanne großzügig ausbuttern.

Honigkuchen

  • Honigkuchenteig auf das Backblech geben, das Blech einige Male schwenken und zügig drehen, damit der Teig sich gleichmäßig auf dem Blech verteilt.
  • Mit ganzen Mandeln und nach Geschmack Belegkirschen, Pistazien, Wal- oder Haselnüssen garnieren.
  • Auf mittlerer Ebene bei 170°C Ober-Unterhitze ca. 35 Minuten backen.
  • Das Blech aus dem Ofen nehmen und den Honigkuchen mit einem Pfannenwender oder Tortenheber vom Blech ablösen und ihn zum Auskühlen für zwei Stunden auf ein Gitter ziehen.
  • Mit dem Messer den Rand abschneiden und den erkalteten Honigkuchen in Portionsgerechte Stücke schneiden.
  • Fertig ist das saftig, süße und fantastisch duftige Honigkuchen-Weihnachtsgebäck.

Tipp 1: Lebkuchenmann, Honigkuchenpferd, Lebkuchenherz – Geht alles

Jeder kennt das Honigkuchenpferd und auch Lebkuchenherzen und Lebkuchenmänner sind beliebt. Der Honigkuchenteig, so wie er oben beschrieben ist, ist ein Rührteig und viel zu weich um ihn auszurollen und Figuren auszustechen. Aber man kann den Honigkuchenteig ganz einfach zu einem ausrollbaren Teig machen, indem man mindestens 250g mehr Mehl verwendet und den fertig gekneteten Teig vor dem Ausrollen mindestens eine Stunde kühl stellt und ruhen lässt. Auch hier ist die Ruhephase für den Teig von entscheidender Bedeutung, denn das Mehl benötigt Zeit zum Aufquellen und nur so entsteht ein wie der „Pfefferküchler“ sagt, „langer Teig“. Der feste, zusammenhängende und ausrollbare „lange Honiglebkuchenteig“ wird jetzt nicht zu dünn auf einer bemehlten Fläche ausgerollt oder zugeschnitten. Anschließend bestreicht man ihn mit kalter Milch und bringt Mandeln oder andere Nüsse und Früchte zur Verzierung auf, bevor man den Teig für ca. 40 Minuten bei 170°C Ober-Unterhitze fertig backt. Danach kann das selbstgemachte Honigkuchenpferd beliebig mit Schokolade oder Zuckerguss dekoriert werden.
Honigkuchen

Tipp 2: Honiglebkuchen als Soßenbasis für das Weihnachtsmenü

Einen Teil der selbstgebackenen Honigkuchen sollte man für eine herrlich festliche Soße für den weihnachtlichen Gänsebraten zurücklegen. Als Soßenbasis bietet es sich an die abgeschnittenen Randstücke von Uromas Honigkuchen gut trocken werden zu lassen und in einer Blechdose zu lagern. Fein gerieben und mit dem aus der Weihnachtsgans austretenden Bratensud zu einer Honigkuchensoße verkocht, betört das fantastische Aroma förmlich die Sinne.

Tipp 3: Uromas Honigkuchen schmeckt auch ohne Alkohol

Der Rum dient im Honigkuchenrezept nur für ein leichtes Rum-Aroma. Wer lieber ohne den Alkohol backt, lässt den Rum einfach weg oder ersetzt ihn durch alkoholfreies Rum-Aroma zum backen. Man kann auch 15 EL Kaffee anstelle des Rums verwenden. Die selbstgemachten Honigkuchen bekommen dann einen kräftigeren Geschmack.
Honigkuchen

Das Beste zum Schluss: Essen

Honigkuchen selber machen lohnt sich, denn sie sind ein Symbol für die Adventszeit und natürlich auch für Weihnachten. Sie schmecken herrlich süß und sind wunderbar aromatisch weihnachtlich gewürzt. Honigkuchen, wie schon Uroma sie gemacht hat, sind auch ein tolles, selbstgemachtes und schmackhaftes Geschenk. Selbstgebackene, traditionelle Honigkuchen verzaubern in der Advents- und Weihnachtszeit Groß und Klein und schmecken zu jeder Tages- und Nachtzeit, ob zu Tee, Kaffee, Punsch, warmer Milch, Glühwein oder einem trockenem Rotwein. Traditionell gebackene, saftig süße Honigkuchen gehören zu einem genüsslichen Weihnachtsfest einfach dazu.

Wundervoll saftige und honigsüße Honigkuchen und natürlich eine wunderschöne Advents- und Weihnachtszeit wünscht euch das Selbstversorgerland!
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