Die würzigen Blätter des Lorbeer haben eine lange Tradition als Küchengewürz. Weniger bekannt ist, das dem Lorbeer (auch Echter Lorbeer, lat. Laurus nobilis genannt) als traditionelle Arzneipflanze eine verdauungs- und appetitanregende Wirkung nachgesagt wird. Zudem war der Lorbeer bereits in der Antike als antibakteriell und harntreibend bekannt. Das brachte ihm den Ruf sich positiv bei Blasenentzündungen, Harnwegsinfekten und Frauenleiden auszuwirken.
Lorbeer – Der Klassiker unter den heimischen Küchengewürzen
In der Küche erweisen Lorbeerblätter seit Jahrhunderten gute Dienste. Die Blätter des Lorbeer passen wunderbar zu Kohl und machen ihn darüber hinaus leichter bekömmlich. Daher sollten Lorbeerblätter in keinem heimischen Kohlgericht fehlen. Aber auch zu Fisch passt der Lorbeer wunderbar und als kräftige Würze in Marinaden zu vielen Fleisch und Grillgerichten.
Lorbeer – Wunderbar vielseitig
Für Selbstversorger eignet sich der Lorbeer nicht nur weil er ganzjährig grün ist und seine würzigen Blätter somit ganzjährig geerntet und getrocknet werden können. Vielmehr lässt sich mit getrockneten Lorbeerblättern fast alles von Fisch bis Fleisch und von Suppen bis zum Sauerkraut würzen. Daher ist der vielseitig würzige Lorbeer inzwischen eines der beliebtesten Gewürze zum selber anbauen.
Schwierigkeitsgrad: Leicht | Ort: Garten, Balkon, Fensterbank
Aussaat geschützt auf der Fensterbank: Februar
Stecklings-Vermehrung: Juni – September
Freiland: Mai | Ernte: Blätter & Zweige ganzjährig
Lorbeer – Unkompliziert und dankbar
Der Lorbeerstrauch benötigt einen eher lehmigen, aber dennoch durchlässigen Boden und sollte eher feucht als zu trocken gehalten werden. Bietet man dies seinem Lorbeer, so gedeiht er auch in relativ kleinen Pflanzbehältern prima. Im Freilandboden kann aus einem Lorbeerstrauch bei guten Bedingungen ein stattlicher Lorbeerbaum von gut 10 Meter Höhe herauswachsen. Für die Nutzung der Blätter als Gewürz sind jedoch jüngere und kleinere Pflanzen ideal.
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort
>> Nicht austrocknen lassen <<
>> Feuchte & durchlässige Erde <<
- Lorbeer lässt sich in den warmen Monaten sehr einfach über Stecklinge vermehren. Diese werden im geschützten Zimmergewächshaus oder Frühbeetkasten bewurzelt.
- Lorbeer ist nicht Winterhart und stirbt bei Temperaturen unter 3°C ab. Daher sollten Topfpflanzen über Winter ans Fensterbrett gestellt werden.
- Lorbeer ist recht anfällig für Schildlausbefall. Daher sollten die Blätter regelmäßig kontrolliert und ein Befall frühzeitig bekämpft werden.
Tipp 1: Lorbeer – Im Gewächshaus überwintern
Wer ein geschütztes oder beheiztes Gewächshaus hat, kann Lorbeerpflanzen auch dort überwintern lassen. Wichtig ist eine Frostwächterheizung, die für Temperaturen nicht unter 3°C sorgt. Zudem sollte der Kübel in Stroh und einem Jutesack verpackt werden, um den Wurzelballen vor Frost zu schützen. Bei dauerhaft recht niedrigen Temperaturen kann es sich anbieten die Pflanzen in Folie und/oder Fleece einzuschlagen bis es wieder wärmer wird.
Tipp 2: Lorbeer – Auf der Fensterbank auch im Winter frisch
Bei guter Pflege kann Lorbeer an einem hellen, aber recht kühlen Fensterplatz das ganze Jahr über frische Blätter produzieren, die getrocknet werden können. Lorbeer eignet sich daher gut für einen kleinen Fenstergarten.
Das Beste zum Schluss: Die Ernte
Ernten können Selbstversorger Lorbeerblätter ganzjährig. Dazu werden die Blätter gepflückt und gut getrocknet. So ist der Lorbeer auch gleich haltbar. Zum Trocknen des beliebten Küchengewürzes werden die Blätter warm, trocken und luftig auf Papier ausgelegt.

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