Blattläuse bekämpfen leicht gemacht. Läuse gehören zu den häufigsten Schädlingen in heimischen Gärten. Es gibt diverse Arten von Pflanzenläusen. Unter anderem Woll-, Schild- und Schmierläuse. Aber die bekanntesten und häufigsten Vertreter sind die Blattläuse.
Blattläuse treten an Pflanzen auf, sobald es ab April wärmer wird und die Gewächse junge Triebe bilden. Im Laufe des Jahres können Läuse sich stark vermehren und den Pflanzen im Gemüsegarten sehr zusetzen.
Die Gelege der Blattläuse befinden sich oft an den Stielen und Trieben sowie an den Blattunterseiten. Daher ist ein Befall im frühen Stadium nicht einfach zu erkennen. Stark gekräuselte Blätter sind ein Zeichen für ein Gelege auf der Unterseite des Blattes. Eingerollte Blätter sollten dazu animieren genauer hinzusehen. Meist finden sich dann Gelege unter eingerollten Blättern und ausgewachsene Blattläuse an den jungen Trieben.
Blattläuse bekämpfen – Blattlausmittel selber machen
Ist der Befall mit Blatt- oder anderen Läusen einmal erkannt, ist ihre Bekämpfung nicht schwierig. Als rein ökologische Maßnahme bietet sich an, eine selbstgemachte Brennesseljauche zu sprühen. Es ist auch hilfreich der Brennnessel Jauche eine kleine Menge Kernseife zuzugeben. Oder auch nur mit einer leichten Lauge aus Wasser und Seife zu sprühen. Auch das macht den Läusen das Leben schwer. Egal was man sprüht, es ist wichtig die Pflanzen komplett und ganz besonders auch die Unterseiten der Blätter zu sprühen.
Bei geringen Befall an einer oder wenigen Pflanzen, kann man die Läuse auch mechanisch mit einer Zahnbürste entfernen. Dazu einfach die Bürste immer wieder in ein Glas mit warmen Wasser und ein wenig Spülmittel tauchen. Dann die Blattläuse einfach von der befallenen Pflanze abbürsten.
Blattläuse bekämpfen – biologische Schädlingsmittel
Darüber hinaus stehen verschiedene biologische Schädlingsbekämpfungsmittel zur Verfügung. Richtig angewendet und dosiert (siehe Herstelleranleitung) sind sie für Mensch und Pflanze ungefährlich. Sie sind aber dennoch gut wirksam gegen Blattläuse. Die meisten Mittel funktionieren auf Basis von Rapsöl, welches die Schädlinge einhüllt, abtrocknet und die Läuse erstickt.
Blattläuse bekämpfen – wenn bei nichts mehr hilft
Bei sehr starkem Befall kann der Einsatz von konventionellen, chemischen Schädlingsbekämfungsmitteln sinnvoll sein. Frei verkäufliche Mittel sind richtig angewendet und dosiert (siehe Herstelleranleitung) nicht schädlich für den Menschen. Bei einhalten der Wartezeiten bis zur Ernte, verbleiben keine relevanten Reste der Mittel auf den Früchten. Dafür sind diese Mittel aber sehr wirkungsam gegen die Läuse. Allerdings nicht nur gegen Läuse, sondern auch gegen nützliche Insekten. Daher muss man immer sorgsam abwegen ob ihr Einsatz sinnvoll und nötig ist. Ob man chemische Mittel anwenden mag oder nicht bleibt Jedem selbst überlassen. Das konventionelle Mittel grundsätzlich gut oder immer und in jedem Fall schlecht wären, möchten wir nicht behaupten.
Biologische Schädlingsmittel: Meist auf Rapsölbasis
Konventionelle Schädlingsmittel – starke Wirkung
Blattläuse bekämpfen – Vorbeugung ist die beste Medizin
Alle Schädlinge vermehren sich stark wenn man Pflanzen in Monokulturen anbaut. Also auch wenn in der Umgebung keine biologische Vielfalt besteht. Nur vielfältige Pflanzen bieten den natürlichen Feinden der Schädlinge eine Heimat. Daher ist es ratsam eine große Vielfalt im Garten zu erhalten oder zu erschaffen. Das bedeutet zwischen Nutzpflanzen und Obst, andere Gemüse und auch Blumen oder Sträucher zu pflanzen. Dazu zählen u.a. Studentenblumen, Korn- und Mohnblumen, sowie viele andere schöne und nützliche Pflanzen.
Tipp 1: Befallene Pflanzenteile – einfach entfernen
Am wirksamsten ist es sein Pflanzen im Frühjahr regelmässig nach einem Befall abzusuchen. Denn fast immer befallen die Läuse frische Triebe an der Spitze. Dabei treten sie in Massen an einer Stelle auf. Diese Pflanzenteile einfach mit dem Lausbefall abschneiden und verbrennen. So reduziert man die Population der Läuse ganz einfach und sehr nachhaltig.
Tipp 2: Natürliche Artenvielfalt unterstützen
Der gesündeste Garten ist ein Garten voller Leben! Geplante Unordnung bietet vielen Nützlingen einen Lebensraum. Nur ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nützlinegn udn Shcädlingen ist ein dauerhafter Garant für geringen Schädlingsbefall. Man sollte ein einer Ecke des Gartens beispielsweise etwas Totholz liegen lassen. Auch Laub- oder Reisighaufen sidn Rückzugsorte und Brutstätten für Nützlinge. Besonders wichtig, eine kleien verwilderte Blumenweise. Wenige m“ reichen hier schon aus. Sehr gut ist auch ein kleines Feuchtbiotop. In kleineren Gärten ist ein Insektenhotel dringend zu empfeheln. Es bietet vielen Nützlingen ein Refugium udn ist die schärfste Waffe gegen Schädlingsplagen!

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