Eines der beliebtesten Gartenkräuter ist nicht nur unter Selbstversorgern die Minze. Es gibt diverse Sorten dieser stark aromatischen Pflanze, die voller wertvoller und aromatischer ätherischer Öle steckt und sich wunderbar zu Pfefferminzsirup verarbeiten lassen.
Pfefferminzsirup – Heilpflanze mit Tradition
Seit dem Mittelalter gilt die Pfefferminze traditionell als Arznei- und Heilpflanze. Ihr wichtigster Inhaltsstoff ist das ätherische Öl Menthol. Dieses kommt in den verschiedenen Minz-Sorten in verschieden hohen Konzentrationen vor. Üblicherweise haben Pfefferminz-Pflanzen in Lebensmittelqualität aus dem Gartenhandel einen eher niedrigen Gehalt an Menthol. Minze selbst anbauen lohnt sich immer. Denn neben ihrer traditionell nachgesagten krampflösenden Wirkung bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, gilt sie auch als antimikrobiell und antiviral. Minze wird gern bei Erkältungen als Tee getrunken oder inhaliert. Tees aus Minze gelten als beruhigend sowie schlaffördernd und als Getränk ist die Pfefferminze seit jeher wegen ihrer verdauungsanregenden Wirkung beliebt. Im Sommer ist selbstgemachter Pfefferminzsirup in Wasser sehr erfrischend.
Pfefferminzsirup – aromatisch, kräftig, vielseitig
Einen Minz-Aufguss herzustellen ist simpel. Man nimmt einige Blätter oder ganze Zweige der Minzepflanze und übergießt diese mit heißem Wasser. Aber das funktioniert nur, wenn auch frische Minze zur Hand ist. Daher bietet es sich an, in den Sommermonaten in denen die Pfefferminze sprießt und üppig gedeiht, die Pfefferminze haltbar zu machen, um sie auch im Winter für die Zubereitung leckerer, warmer und kalter Getränke, aber auch als Zugabe zu aromatischen Soßen oder aber als Basis für Pfefferminzbonbons zu verwenden. Das Haltbarmachen der selbst angebauten Pfefferminze ist wirklich simpel – man kocht sie einfach zu einem herrlich aromatischen Minzsirup ein.
Schwierigkeitsgrad: Leicht
Zutaten:
Pfefferminze / Minze
1 Liter Wasser
1 Zitrone
500g Zucker
Zubereitungszeit: 25 Minuten (und 24 Stunden Wartezeit)
Pfefferminzsirup – Selbstgemachtes Aromaextrakt
Die Zubereitung ist sehr simpel, nimmt aber ein wenig Wartezeit in Anspruch. Die Kunst ist es möglichst alle in der Pfefferminze enthaltenen Aromastoffe aus der Minze heraus und in das Wasser hinein zu bekommen. Das braucht Zeit und Säure.
Die Zubereitung – Pfefferminzsirup einfach selber machen
Die selbstangebaute Minze abschneiden und waschen. Den Saft einer ganzen Zitrone in 1 Liter Wasser geben. Die gewaschene Minze dazugeben und das ganze 24 Stunden stehen lassen. In dieser Zeit lösen sich die meisten Aromastoffe der Minze und gehen in das saure Zitronenwasser über.
Die Minz-Blätter müssen 24 Stunden in Wasser mit Zitronensäure eingelegt werden, damit sich die Aromastoffe lösen.
Um das Menthol der Minze nahezu restlos aus den Pflanzenteilen zu lösen, wird der Ansatz nun bis zum Sieden erhitzt und eine Minute sprudelnd kochen gelassen. Nun wird der Sud abgeseiht. Dazu legt man ein sauberes Geschirrhandtuch in ein Küchensieb und gießt den heißen Pfefferminzaufguss hindurch. So werden alle Pflanzenbestandteile aus dem Sud entfernt.
Jetzt wird der klare Pfefferminzaufguss erneut bis zum Sieden aufgekocht und der Zucker wird darin aufgelöst. Den Sirup lässt man nun noch 5 bis 10 Minuten einkochen. Das reduziert den Wasseranteil etwas und macht den selbstgemachten Pfefferminzsirup noch intensiver im Geschmack.
Der kochend heiße Sirup aus Pfefferminze wird nun in siedend heiß ausgespülte Flaschen gefüllt. Diese werden dicht verschlossen und für 5 Minuten auf den Kopf gestellt.
Der so eingekochte Minzsirup ist 6 Monate haltbar. Bei der Lagerung im Kühlschrank hält sich der selbstgekochte Pfefferminz-Sirup ein gutes Jahr.
Tipp 1: Pfefferminzsirup – Basis vieler Pfefferminzgetränke
Der Sirup aus Pfefferminze ist sehr praktisch um schnell und ohne großen Aufwand leckere warme oder kalte Getränke zuzubereiten. 2cl des selbstgemachten Minzsirups mit 150ml kochendem Wasser aufgießen und schon ist der Pfefferminztee fertig. Den Sirup auf Eiswürfel geben und mit Sprudel aufgießen. Fertig ist die Pfefferminzlimo und das im Sommer wie im Winter.
Tipp 2: Pfefferminzsirup – Auch alkoholisch genießen
Mischt man den Sirup der Pfefferminze mit Obstler, hat man einen sehr aromatischen und scharfen Pfefferminzlikör. Aber auch beim Mischen von Cocktail-Kreationen ist der selbstgemachte Minzlikör ein absoluter Aromagarant.
Tipp 3: Pfefferminzbonbons selbst gemacht
Klingt kompliziert? Ist aber ganz simpel. 100ml des selbstgemachten Pfefferminzsirups aufkochen. 250g Zucker darin auslösen und 75g Honig dazugeben. Solange kochen bis die Masse zähflüssig wird und zu karamellisieren beginnt. Die Masse auf ein kühles und geöltes Blech geben. 5 bis 10 Minuten warten und die Maße in Rauten schneiden. 1 Stunde auskühlen lassen, fertig.
Tipp 4: Pfefferminzsoße – Man liebt sie oder man hasst sie
Wer es mag kann den selbstgemachten Sirup aus Pfefferminze natürlich auch verwenden um Soßen ein Minzaroma zu geben. Dafür wird der Soße oder dem Gericht beim Abschmecken einfach ein wenig Minzsirup beigefügt.
Das Beste zum Schluss: Genießen
In welchen Speisen und Getränken ihr euren Pfefferminzsirup aus dem Selbstversorgergarten auch verwendet, es ist immer ein aromatisch, frischer Genuss der im Sommer erfrischt und kühlt und im Winter mit seiner natürlichen Mentholschärfe wärmt.

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